Tagesgeld-Hopping – Wie sinnvoll ist es wirklich?

Wie viele Anleger verfolgen sicher auch Sie vor allem ein Ziel: In möglichst kurzer Zeit das Bestmögliche aus Ihrem Kapital herausholen. Ausschlaggebend dafür ist natürlich eine hohe Verzinsung, die bei der Geldanlage Tagesgeld mit Spitzenzinssätzen von über 5 % durchaus gegeben ist.
Allerdings läuft die Geldvermehrung beim Tagesgeld nicht immer reibungslos ab, da die Zinsen regelmäßigen Schwankungen unterliegen. Um trotzdem immer den bestmöglichen Guthabenzins zu erhalten, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als zwischen den Tagesgeldkonten zu wechseln. Dieses Tagesgeld-Hopping ermöglicht es Ihnen, stets das attraktivste Angebot im Hinblick auf die Tagesgeld Zinsen wahrzunehmen.
Wie funktioniert Tagesgeld-Hopping?
Ein Wechsel zwischen den Tagesgeldkonten ist sehr einfach, zumal Sie beim Tagesgeld keine Kündigungsfristen einzuhalten haben. Zu Beginn sollten Sie einen Tagesgeld Vergleich vornehmen, bei dem Sie besonderes Augenmerk auf die Zinsen legen.
Haben Sie ein Tagesgeld Angebot mit einem besseren Zinssatz ausfindig gemacht, eröffnen Sie das neue Tagesgeldkonto, transferieren Ihr Guthaben auf Ihr Referenzkonto und lassen es dem neuen Konto gutschreiben.
Bitte achten Sie darauf, das alte Konto zu kündigen, damit Sie bei einem erneuten Wechsel zu diesem Anbieter eventuelle Neukundenangebote mitnehmen können.
Wie lohnenswert ist das Tagesgeld-Hopping?
Die Antwort auf diese Frage muss eindeutig Ja lauten, wenn man nur den Zins und damit die Rendite beim Tagesgeld betrachtet. Jeder höhere Basiszinssatz führt schließlich zu höheren Kapitalerträgen.
Zieht man allerdings auch das Verhältnis von Aufwand und Nutzen in seine Betrachtungen mit ein, dann wird schnell klar, dass der zeitliche Aufwand bei einem Tagesgeldkonto Wechsel große Ausmaße erreichen kann.
Eine Kontoeröffnung und Kündigung beim Tagesgeld sind zwar jederzeit problemlos möglich, aber gerade eine Eröffnung kann aufgrund des PostIdent-Verfahrens einige Tage in Anspruch nehmen. Darüber hinaus muss auch der Freistellungsauftrag bei jedem Wechsel neu gestellt werden, um ein steuerfreies Vereinnahmen der Zinsgutschriften zu ermöglichen.
Wie Sie sehen, kann sich das Tagesgeld-Hopping nur dann wirklich lohnen, wenn Anlagebetrag und Zinsdifferenz in einem angemessenen Verhältnis stehen. Konkret bedeutet dies: Wenn Sie 1.000 Euro auf ein neues Konto transferieren lassen, um einen halben Prozentpunkt mehr an Zinsen einzustreichen, dann machen Sie am Ende lediglich ein Plus von 5 Euro.
Legen Sie dagegen unter diesen Bedingungen 50.000 Euro neu an, können Sie sich zusätzlich schon über 250 Euro freuen. Letztendlich entscheiden natürlich Sie, ab welcher Anlagesumme und zu welchem Zinssatz ein Tagesgeld Wechsel für Sie sinnvoll ist.

